Novák Zsombor Péter | zsombito

Egy sikeres véletlen

Ein glücklicher Zufall

in Exkluzív interjúk - Exklusive interviews

Interview mit Péter Galambos, Europameister, Weltmeisterschafts-Silbermedaillengewinner im Rudern

Um ehrlich zu sein, ist es peinlich, Peti Galambos vorzustellen. Selbst wenn ich nur die hervorragendsten Erfolge seiner Karriere aufzählen würde, würde die Liste länger als das Interview selbst. Sonst hatte ich mit ihm keine leichte Aufgabe, da er in der Vorbereitung auf diese Saison wochenlang im Ausland trainiert hat, und wie er sagt, steht der Sport für ihn wirklich an erster Stelle. Das erste, was mir bei dem 33-fachen ungarischen Meister, mehrfachen Europa- und Weltmeister Kisgalamb (Spitzname von Galambos) in den Sinn kommt, ist die Bescheidenheit.

Hier ist ein kurzes Interview mit gerade genug Fragen und Antworten, um der Energie eines ernsthaften Profisportlers gerecht zu werden, der mehrmals am Tag trainiert:

- Wovon hast du als Kind geträumt?

Ich habe von vielen Dingen geträumt, aber Sport gehörte nicht dazu. Ich war ein lebhaftes Kind, aber hatte nicht das Bedürfnis, irgendeinen Sport zu machen. In der Grundschule habe ich zweimal in der Woche Basketball trainiert, das war genug für mich.

- Wann bist du zum ersten Mal in ein Boot gestiegen?

Ich bin gleich bei meinem ersten Training im September 2000 ins Boot gestiegen. Ich habe relativ spät – dank eines glücklichen Zufalls – mit dem Rudern angefangen, als ich 14 Jahre alt war. Bis dahin war diese Sportart für mich völlig unbekannt.

– Was war dieser "glückliche Zufall"?

Ich war mit dem Fahrrad am Donauufer unterwegs, und da sah ich einen guten Freund von mir auf dem Wasser rudern. Ich dachte, ich warte, bis er mit dem Training fertig ist und dann fahren wir zusammen nach Hause Fahrrad. Dann, während ich wartete, kam der Trainer Károly Rapcsák auf mich zu und begann mich zu überreden, auch zu rudern. Ich hatte nicht die Absicht, diesen Sport zu machen, aber er drängte mich, bis ich es schließlich am nächsten Tag versuchte. Dann steckte ich doch dort fest.

– Wie bist du zum Wettkämpfer geworden?

Am Anfang betrachtete ich das Rudern nur als Hobby, und ich war mehr von der Gemeinschaft angezogen als von der Tatsache, dass ich jemals erfolgreich sein könnte. Ich hätte mir auch nicht in meinen kühnsten Träumen vorstellen können, dass ich einmal ein so erfolgreicher Wettkämpfer sein würde.

Die ersten kleinen Erfolge sind 1–2 Jahre nach dem Start gekommen. Zunächst musste ich meine Altersgruppe einholen, die früher als ich mit dem Rudern begonnen hatte. Sie gaben mir den Anstoß, den Sport ernster zu nehmen. Dann machte ich mich auf den Weg die Leiter hinauf.

– Warst du sicher, dass dies dein Weg ist?

Damals habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Ich habe jeden Tag erlebt, wie es sich einen halbwüchsigen Jungen gehört. Ich bin dann regelmäßig zum Rudern gegangen, weil es dort eine gute Gemeinschaft gab. Die Zuneigung zum Rudern selbst kam erst danach. Es war gut, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein. Heute, unabhängig vom Ergebnis, weiß ich, dass dies mein Weg war. Der Sport hat mir viel gebracht, ich hatte unzählige Erlebnisse und Abenteuer. Es machte mich zu einem Mann, es gab mir Kraft. Nicht zuletzt kann ich auch die meisten meiner Freunde von hier zählen.

– Hast du Vorbilder von dort?

Natürlich ja. Sobald es anfing, mich der Sport ernsthafter zu interessieren, begann ich die nationalen Ruderer und Sportler um mich herum zu beobachten. Ich habe versucht, alles zu lernen, was ich zu dieser Zeit konnte. Ich habe sehr vieles gelernt, was Mentalität, Technik und Verhalten betrifft.

– Und wie bringst du dein Privatleben mit deinem Lebensstil in Einklang?

Ein Sportler zu sein bedeutet eine Menge Verzicht. Man könnte es auch Opfer nennen. Sobald ich Ziele in dem Sport hatte, brachte ich diese Opfer. Ich habe eine Menge Sache untergeordnet, um mich auf die Vorbereitung konzentrieren zu können.

– Könntest du Beispiele nennen?

Ich habe zum Beispiel mehrere Familienfeiern verpasst, weil ich im Trainingslager oder bei Wettkämpfen war. Auch Klassenfahrten und Programme, die mich mit der Schulgemeinschaft verbunden hätten, wurden verpasst. Darüber hinaus habe ich viele Schlachten in meinen Beziehungen geschlagen. Ich war viel unterwegs wegen Wettkämpfen und Trainingslagern. Wir konnten nicht genug Zeit miteinander verbringen. Ich habe auch mehrere Schulen erfolgreich absolviert, und obwohl ich gelegentlich zum Spaß und zur Entspannung ausgegangen bin, bin ich natürlich nicht so viel zur Partys gegangen wie die meisten Leute in meinem Alter. Mehr brauchte ich gar nicht, für mich waren andere Dinge wichtig.

– Als Einzelruderer bist du viel allein im Boot. Worüber denkst du dann nach?

Wenn ich rudere, kreisen meine Gedanken die meiste Zeit nicht. Dann bin ich physisch und psychisch ganz dabei. Es ist schwierig, das Rudern perfekt zu machen, deshalb muss ich mich die ganze Zeit konzentrieren. Aber Laufen ist eine meiner liebsten Nebensportarten, neben vielen anderen. Es ist wahrscheinlicher, dass ich während des Laufens meine Gedanken freilasse. Einer der Gründe, warum ich gerne laufe, ist, dass ich dort Antworten auf viele Probleme finde, und kann oft in einen meditativen Zustand kommen.

– Hast du irgendwelche festen Rituale oder Gewohnheiten vor einem Wettbewerb?

Ich würde mich nicht als abergläubisch bezeichnen. Ich habe keine Angst vor der schwarzen Katze, ich mache mir keine Sorgen um Freitag, den 13. Allerdings habe ich einige Gewohnheiten, die ich vor einem Wettbewerb immer auf die gleiche Weise mache. Diese sind vielmehr Handeln, Mantras, Bewegungen. Maskottchen habe ich nicht.

Die Musik ist jedoch ein wichtiger Bestandteil der Einstimmung. Ohne sie könnte ich mir einen Wettbewerb nicht vorstellen. Und vor dem Start weiß ich bis auf die letzte Minute genau, was ich wann tun werde: wie und wie viel ich mich aufwärmen werde, was ich essen und trinken werde.

Galambos Péter, Európa-bajnok magyar evezős
eingereichtes Foto

– Hast du während deinem Weg schwere Enttäuschungen erlebt?

Ja, nicht einmal. Natürlich fiel es mir damals schwer, ich litt darunter. Aber Klischee hin oder her; beim Sport lernt man wirklich, aufzustehen und wieder loszulegen. Ich habe noch nie einen lebenden Menschen gesehen, der noch nie versagt hat. Ich denke, das sind alles Lernprozesse. Davon wirst du mehr. Ich war verletzt, ich habe Wettbewerbe wegen Krankheit verpasst, wurde um Hundertstel einer Länge und um eine Straßenlänge geschlagen. Ich musste mit Feinden kämpfen, aber sie haben mich zu dem Sportler gemacht, der ich heute bin.

– Wie gehst du mit Versagen und Niederlagen um?

Ich lasse mir Zeit. Das musste ich auch üben. Ich mache eine kleine "Trauerzeit". Ich lasse es in meine Gedanken einzudringen. Ich habe Versagen nie auf die leichte Schulter genommen. In der Tat habe ich daraus Kraft geschöpft.

– Wie hast du dich gefühlt, als dir die Europa-Meisterschaftsmedaille um den Hals gehängt wurde?

Zu dieser Zeit gingen mir eine Menge Dinge durch den Kopf. Ich dachte an die letzten 19 Jahre. Und die letzten zehn Jahre davon: seither jagte ich diesem Traum hinterher. Ich wollte die Nationalhymne hören. Ich habe schon viele Male auf dem Podium gestanden, aber das ist das erste Mal, dass ich eine Welt- oder Europameisterschaft gewonnen habe. Es ist eine riesige Menge an Arbeit, und es wird ein unvergessliches Erlebnis sein. Ich freue mich auf weitere solch schöne Erlebnisse.

– Vielleicht bist du bereits ein Vorbild für andere geworden?

Ja, ich denke schon. So wie ich in meinen prägenden Jahren Vorbilder hatte, denke ich, dass ich jetzt ein gutes Beispiel sein kann, dem man folgen kann. Nicht nur wegen meiner Ergebnisse, sondern auch wegen meiner Einstellung und meines Verhaltens.

*

War es wirklich ein Zufall, dass Peti an dem Tag an der Donau entlang radelte, am nächsten Tag in das Boot stieg, Freunde im Ruderclub fand, mit Wettkämpfen begann und zu einem der herausragenden Sportler Ungarns wurde? Zunehmend, denke ich, nicht. Ganz im Gegenteil; ich bin immer mehr davon überzeugt, dass alles in unserem Leben aus einem bestimmten Grund geschieht: Erfolge und Misserfolge gleichermaßen. Wenn ich mir etwas wünschen könnte, und warum auch nicht, würde ich mir wünschen, dass glückliche "Zufälle" wie diese denjenigen den Weg weisen, denen die Hände niemand hält oder die durch die Enttäuschungen des Lebens hoffnungslos geworden sind. Peti, wir danken dir!

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