Novák Zsombor Péter | zsombito

Futás és pánikbetegség

Laufen und Panikstörung

in Személyes történetek - Personal Stories

Erschienen am 11. Mai 2019 vor dem Start des XIII. NN ULTRABALATON Wettlaufes

Liebe meine Laufkameraden und meine Schicksalsgefährten mit einer Panikkrankheit!

Bisher habe ich nur im engsten Kreis über meine Panikstörung gesprochen, die seit einem Jahr andauert. Jetzt, vor dem Start des XIII. NN ULTRABALATON Wettlaufes, werde ich mutig meine Gedanken über meine Beziehung zum Laufen sowie über die Angststörung zu teilen, die überraschend viele Menschen betrifft, und trotzdem ein Scham für die mesiten Menschen bedeutet: die Panikstörung. Und deshalb setze ich jetzt den geerten Leser zu einem Gedankenleser ein, zum Kenner meiner innersten Gedanken, um für diejenigen das Wort zu ergreifen, die bisher Angst hatten, ihre Krankheit mit ihrer Umgebung zu teilen. Wir stehen am Rande des Wahnsinns, schnappen nach Luft, schwitzen, zittern im Wechsel von Schüttelfrost und Hitze und denken: das ist das Ende. Die Symptomen einer Panikattacke erinnern am meisten an einen Herzinfarkt, der uns überall und jederzeit anfallen kann (selbst wenn wir aus dem Schlaf aufwachen). Die meisten Männer wagen es kaum, offen darüber zu sprechen, da die (Pseudo-)macho- und Arroganzcharakteristik der Sportler-Subkultur kaum ein sicheres Umfeld für die Sensibleren bietet. Aber ein Mensch mit Panikstörung trägt doch den Segen und zugleich den Fluch der Sensibilität auf seinem Rücken. Ich wurde im Laufe der Zeit mit folgenden Labels betroffen: "schwach, Punscheis, schwul, Mädchen".

Ich bin ruhig und völlig entspannt.

Diese Symptome können für diejenigen, die keine ähnliche Erfahrung gemacht haben, beängstigend erscheinen. Ich würde diese glücklichen Mitmenschen vor dem Gedanken warnen, dass ich jetzt übertreibe. Auf dem Höhepunkt der Symptomen einer Panikattacke, die mindestens einmal im Leben von fast allen von uns auftritt, sind die unerwünschten Gefühle und Bewusstseinzustände furchtbar stark. In diesem Fall erlebt der Patient die Angst vor Wahnsinn und Tod als extrem wahr. Kürzlich verwickelte ich ins Gespräch mit einem engen Bekannten von mir, der als Künstler ebenfalls mit empfindlich eingestellten Sensoren geboren wurde. Er erzählte, er verbringe seine Tage mit ähnlichen Angststörungssymptomen, deshalb nehme er Xanax.

Nichts kann mich jetzt aus der Ruhe bringen.

Anstatt Medikamente zu nehmen, habe ich für das autogene Training und Laufen gestimmt. Ein paar Stunden vor dem Start frage ich mich, warum ich das Laufen so lieb gewonnen habe, seit Jahren habe ich es als eine Form der Bewegung gesehen, das so weit von mir entfernt ist. Es hatte gerade vor einem Jahr begonnen, als ein Platz in dem Laufteam der Firma meines Vaters frei wurde, welcher PLatz erstlich mir angeboten wurde. Dank meiner Sportler-Vergangenheit konnte ich mich auf den ULTRABALATON 2018 vorbereiten, den wir in einem zehnköpfigem Team absolviert haben. Die Ereignisse und der Teamgeist wirkten auf mich so, dass ich mich zum Laufen verpflichtet habe, und es ist seitdem ein Teil meines Alltags geblieben. Ich hatte Glück; dem Team bin ich bis heute dankbar.

Nach einigen Monaten begannen die ersten Anfälle. Seitdem ist das Laufen für mich mehr als ein Hobbysport. Ich erlebe die Kilometer der Wegstrecke als eine Meditationsübung, in der ich fähig bin meine Gedanken zu klären und meine Gefühle zu lokalisieren. Es kommt mehrmas vor, dass ich sofort meine Schuhe anziehe, wenn sich eine Panikattacke nähert oder wenn ich mich plötzlich in der Mitte einer befinde. Heute benutze ich nicht einmal eine Sportuhr. Diese Entscheidung erlebte ich als einen geistigen Durchbruch in meiner Beziehung zum Laufen, denn dadurch befreite ich mich von den Belastungen des Maximalismus des Spitzensports, die ich mit mir bisher getragen hatte. Ich bin frei.

Ich gebe mich dem Frieden hin. Ich gebe mich dem Wunsch hin, meine körperliche, seelische und geistige Harmonie zu schaffen.

Ich bin berührt von den Aussagen von Langstreckenläufern, die tagelang, wochenlang für edle Zwecke (für ihre tragisch gestorbenen Kinder, für den Frieden der Welt) laufen. Dieses Phänomen mag sentimental und ein wenig verhunzt erscheinen, aber ich wage es, meine Wegstrecken dieses Jahres zugute meiner Schicksalsgefährten mit einer Panikkrankheit anzubieten. Ich ermutige die teilnehmenden Sportler, sich den Freuden des meditativen Laufens hinzugeben und ihre in die XIII. NN ULTRABALATON investierten Energien für ein für sie edles Ziel anzubieten!

Ich bin ruhig und völlig entspannt.

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