Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich bin Zsombor Péter Novák aus Ungarn und mein Spitzname ist Zsombito. Diese Website sucht nach Antworten in Form von wahren Geschichten, Interviews und persönlichen Meinungen, hauptsächlich zu folgenden Themen: Religion und Spiritualität, Leben und Beruf, Tabus.

Ich wurde 1993 geboren, als zweiter Sohn atheistischer Eltern. Nach alter Familientradition habe ich mich ebenfalls auch als Spitzensportler ausbilden lassen, aber im Alter von siebzehn Jahren bin ich von diesem Weg abgewichen, als ich im Rahmen eines Austauschprogrammes für ein Jahr nach Ecuador gezogen bin. In Südamerika konnte ich an den Ritualen der Indianerstämme teilnehmen, mit den Insassen geschlossener Kolonien im Regenwald mit einer Machete ausgestattet spazieren gehen und in einer katholischen Privatschule studieren, in der täglich zu Jesus gebetet wurde. So habe ich meinen persönlichen Weg der Erkundungen verschiedenster Religionen begonnen.

Die eigentliche Suche nach meinem Weg begann nach der Rückkehr in meine Heimatstadt, als meine Umgebung glaubte, dass Religionen einen ohnehin nur im Dunkeln stehen lassen und dass es unüberwindbare Diskrepanzen zwischen den Kulturen gebe. Aufgrund der Meinungen meines Umfeldes und der entgegengesetzten positiven und lebensbejahenden Einstellung der Menschen in Lateinamerika wurde ich noch entschlossener. So studierte ich drei Jahre lang Katholizismus und wurde schließlich katholisch. Einige Jahre später hatte ich jedoch ein Date mit dem Judentum, das auf den ersten Blick zur Liebe wurde. Ich vertiefte mein Wissen an der Jüdisches Theologisches Seminar - Universität für Jüdische Studien, wo ich meinen Abschluss als Organisator der Kirchengemeinschaft absolvierte. Als Forschungsgebiet habe ich das Judentum, Jesus und die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Vatikan und dem Judentum ausgewählt, desweiteren gehe ich regelmäßig in die Synagoge um zu beten.

Während meines Abenteuers habe ich die unterschiedlichsten soziale Schichten getroffen: Ich lebte unter besonders wohlhabenden Menschen, wo ich nur mit einem Leibwächter oder einer einem kugelsicheren Auto durch die Straßen fahren konnte, aber ich konnte auch Zeit in Slums verbringen, in denen Gangmitglieder mit Maschinengewehren die Straßen unsicher gemacht haben. Ich arbeite wieder und wieder im kulturellen Bereich, wo ich oft erfahre, wie schädlich die Ränge sein können, und manchmal mache ich auch körperliche Arbeit, damit ich solche Menschen kennenlernen kann, die immer noch von vielen verachtet sind. Neben der Beobachtung der angenommenen sozialen Rollen beschäftigt mich am meisten, was der Zweck der Mensch wirklich auf der Erde ist.

Aufgrund meiner persönlichen Weltoffenheit verlasse ich besonders oft meine Komfortzone. Ich beobachte die schädlichen Auswirkungen von Lügen, Selbstsucht und schlechten Absichten, aber ich behalte meine Fähigkeit, die Schönheit im Detail und die Wunder der Welt wahrzunehmen. Mittlerweile ist das Schreiben für mich so wie eine unbewohnte Insel, auf der ich mich mit Ehrlichkeit und dem Gefühl der Freiheit fallen lassen kann.

Gibt es eine Entschuldigung für unsere Sünden?

Wo sind die Vorbilder?

Wofür setzen wir unsere Fähigkeiten ein?

Warum belügen wir uns selbst?

Eigentlich, wer bin ich?

Und wer bist du?

Ich glaube, dass die Tore der guten Absichten sich früher oder später sich öffnen werden.

Und ich glaube, dass wir zusammen die Antworten leichter finden können.

Ich bedanke dich, wenn du mitkommst!

Studien

Colegio Marista Pio XII. (Privatschule der Marista-Brüder)

2010-2011
Sprachkenntnisse: Spanisch
Santo Domingo, Ecuador

Tiszaparti römisch-katholische
Grundschule und Gymnasium

2007-2013
Sprachkentnisse: Deutsch, Englisch
Szolnok, Ungarn

Jüdisches Theologisches Seminar -
Universität für Jüdische Studien

konfessionelle Gemeinschaftsorganisation
2017-2020
Sprachkenntnisse: Hebräisch, Ladino
Forschungsgebiet: Jüdischsein Jesus, interreligiöser Dialog
Budapest, Ungarn

Anerkennungen

Nationales Talentzentrum

Alumni-Mentoring-Programm
2020

Ars Poetica

Wenn es wahr ist, dass wir alle von derselben Wurzel stammen und erst im Laufe der Zeit unsere Stämme und Blätter voneinander abweichen, was wäre dann unser Grund, die gemeinsame Basis, die uns nährt, unter unseren Füßen zu ziehen?

Porträts